Emil Adolph von Behring (1854-1917) und Shibasaburo Kitasato (1852-1931) | Journal of Neurology, Neurosurgery & Psychiatry

Obwohl viele seiner Ideen inzwischen überholt sind, war von Behring einer der Begründer der Immunologie. Er erhielt 1901 den ersten Nobelpreis für Physiologie oder Medizin und wurde im selben Jahr in den preußischen Adel erhoben.

Nach seinem Medizinstudium in Berlin trat er in das Heeresmedizinische Korps ein und wurde 1888 Dozent an der Heeresmedizinischen Hochschule. Er trat 1889 dem Robert Koch-Institut für Hygiene und 1891 dem Institut für Infektionskrankheiten bei, als Koch zu seinem Chef ernannt wurde.

Von Behring experimentierte zunächst mit Jodtrichlorid und Zinkchlorid als mögliche Behandlungen für Diphtherie- und Tetanusinfektionen. In Zusammenarbeit mit Kochs japanischem Studenten Shibasaburo Kitasato zeigte Behring 1898, dass Seruminjektionen von einem Tier mit Tetanus anderen Tieren Immunität gegen die Krankheit verleihen können und dass dies auch für Diphtherie gilt. In Zusammenarbeit mit Paul Ehrlich wurde ein Diphtherie-Antitoxin für den Menschen entwickelt, das erstmals 1891 an Heiligabend eingesetzt wurde. Im nächsten Jahr kam es zu einem dramatischen Rückgang der Mortalität durch Diphtherie. Die Sterblichkeitsrate an Diphtherie in Berliner Kinderkliniken sank von 48% auf 13%. Im späteren Leben arbeitete er daran, Immunität gegen Diphtherie bei Kindern zu etablieren, indem er ihnen eine Kombination aus Diphtherietoxin und Antitoxin gab. Er forschte auch über Tuberkulose.

Emil von Behring und Shibasaburo Kitasato wurden 1991 auf einer Briefmarke von Transkei philatelistisch geehrt (Stanley Gibbons 273, Scott 255).

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